Montag, 30. November 2015

Meins - Deins.....

... immer wieder ein Thema....

meins - deins...
 meine Puppe - deine Puppe...
mein Bagger - dein Bagger...

MEIN ZIMMER - DEIN ZIMMER!!

Das ist bei uns jedenfalls immer wieder ein Thema!

Als Kind hatte ich ein Zimmer für mich alleine,
 BIS ich 8 Jahre alt war und mein kleiner Bruder geboren wurde. Ab dann musste ich das Zimmer mit meiner 2 Jahre jüngeren Schwester teilen.
Puh...
Wir hatten zwar viel Spass und erlebten das klassische 
"Dürfen wir noch ein bisschen quatschen?"- am Abend,
ABER
ich erinnere mich auch an die rote Schnur, die zwischen ihrem und meinem Bereich gespannt war...
(Rot = Achtung!!)
 Dinge die aufzuräumen waren, wurden dann 
- in einem unbeobachteten Moment - 
unter der Schnur hin und her geschoben...

MEINS - DEINS!!!
Meine Unordnung - DEINE Unordung!

Bei unsern 4 Kindern läuft das Ganze friedlicher ab! 
Wir hören zwar auch immer mal wieder:
"Das ist aber mein Zimmer"..., aber da wir durch unsere beruflichen Jahre in der Slowakei mit nur 1 Kinderzimmer für 2 Kinder ausgekommen sind, sind sie es gewohnt, zusammen zu sein.
Seit wir im neuen Haus sind, hat jedes Kind ein eigenes Zimmer.

Einzig Emilio, unser 12-jähriger, nutzt sein Zimmer beständig. Er genießt seine Ruhe und seine Rückzugs-Möglichkeit!
Rosanna ist 15. Ein temperamentvoller, aber lieber Teenager, von dem man erwarten würde, dass er sich immer in sein Zimmer zurückzieht.
Das macht sie auch gerne, aber immer wieder schläft sie auch in Antonio´s Zimmer auf dem Gästesofa, damit sie unterm Dach nicht alleine ist.

Unsere Zwillinge Mariella und Antonio sind 9 Jahre alt.
Sie haben sich den Stubenwagen geteilt, den Kinderwagen, dann das Babybett und das Kinderbett. 
Als wir sie mit 2 Jahren endlich in ein eigenes Bett legen wollten, hat das nur grosses Geschrei gegeben.
Den Versuch, sie zu trennen, haben wir zwar immer wieder unternommen, 
sind aber nicht weiter gekommen.
Tatsächlich haben die Beiden jeweils ihr eigenes Zimmer, aber auf´s Jahr gesehen schlafen sie vielleicht 3 mal getrennt.

 Antonio´s Zimmer...

 .... und sein verwaistes Bettchen...

 


 So sieht es bei Mariella aus... 



...die Kuscheltiere warten auf die Kinderchen :-)


  Als Mariella neulich bei ihrer Patentante schlafen durfte, weinte Antonio: "Ich bin einfach nichts ohne Mariella".

Ich weiß.... jetzt horchen Diplom-Psychologen auf und warnen wegen Individualitätverlust und eigener Persönlichkeits-Entwicklung, wegen Identifikationsproblemen und Selbständigkeit...
Aber da jeder der Beiden eigene Freunde hat und tagsüber sein eigenes Programm, sprich Mädchengruppe, Bubenjungschar, eigene Aktivitäten mit Freunden ohne den Zwilling, machen wir uns bislang keine Sorgen und sehen das gemeinsame
Schlafen in einem Bett als nächtliches Sicherheitsgefühl im Dunkeln.
 

Sooo geborgen... die Beiden!


Pauschalisieren und Regeln aufstellen, wie man es mit den gemeinsamen oder getrennten Kinderzimmern machen sollte, 
gibt es ohnehin nicht.
Manchmal ist es räumlich und finanziell einfach nicht möglich, jedem Kind ein eigenes Zimmer zu gewähren.
In damaliger Zeit zum Beispiel hat mein Vater sich ein Zimmer mit seinem Bruder teilen müssen, bis der dann geheiratet hat!!! Ich denke nicht, dass mein Vater dadurch Schaden genommen hat.

Wenn es nur noch Unfrieden in der Familie gibt, sollte man aber sicher darüber nachdenken, etwas in Richtung getrennter Kinderzimmer zu unternehmen...

 So, ihr Lieben, jetzt mach ich mich an MEINE Arbeit, denn es gibt grade niemanden, dem ich meine Näh-Arbeit als "DEINE" Arbeit 
zuschieben könnte :-)

Habt es fein!!



Kommentare:

  1. Hallo Sandra,
    was für ein schöner Beitrag! So ist das mit den Geschwistern. Meine haben beide ein Zimmer und besuchen sich kaum gegenseitig, sie treffen sich zum Lernen oder Sonstigem lieber am Esstisch - auch seltsam, es ist irgendwie Jedem seine eigene Höhle die kein anderer betritt.
    Ich und mein Bruder hatten die obere Etage mit je einem eigenen großen Zimmer. Leider ohne Schallschutz! Und da er stolzer Besitzer von 10 E-Gitarren war, war das auch nicht immer ganz einfach.
    LG
    Manu

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Sandra,
    was für ein toller Post, das letzte Bild, zum Niederknien. Hach. Jeder braucht was anderes.
    Lieben Gruß,
    Petra

    AntwortenLöschen
  3. Vielen Dank für den schönen Einblick in eure Welt.
    Liebe Grüße
    Nicole

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Sandra,
    so herzig Deine beiden. Ich für mich dürfte mangels eigener Kinder eigentlich gar nichts dazu sagen, aber ich würde mal davon ausgehen, dass sich das mit der Zeit schon selbst reguliert und sie irgendwann ihre eigenen Zimmer nutzen. Wie gut zu wissen, dass Familie auch noch funktionieren kann!
    Ganz liebe Grüße zum 2. Advent zu Dir,
    Vanessa

    AntwortenLöschen

Ihr Lieben!
Herzlichsten Dank, dass Ihr euch die Zeit nehmt und einen Kommentar hinterlasst! Ich weiss das sehr zu schätzen!
Liebste Grüsse, Sandra von PL&A